Gebackene Socken

Das Buch zum Film Comic

Prolog

Mein Name ist Gebackene Socken. Ich bin jetzt 92 Jahre alt und weiss nicht, wie lange ich noch zu leben habe. Bevor ich diese Welt verlasse, muss ich aber unbedingt noch eine Geschichte erzählen, wie sich sich tatsächlich zugetragen hat. Ich weiss, dass diese Geschichte für viel Aufruhr sorgen wird, aber es ist Zeit, dass die Welt die Wahrheit erfährt. Es geht vielleicht teilweise über die Grenzen des beschränkten menschlichen Verstandes hinaus und eröffnet den Blick auf scheinbar endlose Abgründe - aber ich kann nicht länger schweigen.

Willkommen - in Vancouver …

Geschichte

Ich weiss nicht mehr genau, in welchem Jahr meine Geschichte begann. Ich war damals noch ein kleiner Junge, so zwischen zwei und zehn Jahren alt. Ich führte ein ganz normales Leben zusammen mit meinen Eltern. Meistens lief ich den ganzen Tag in einem dreckigen Trägerunterhemd und einer langen Schlafanzughose herum und war damit beschäftigt, die Welt zu entdecken. An einem Samstagmorgen jedoch war Maurice, ein Strichmännchen, das ich einmal im Urlaub an einem Strand in Südfrankreich gefunden hatte und das mir seitdem nicht mehr von der Seite wich, nicht in seinem Schuhkarton, in dem es gewöhnlich bis in die Mittagsstunden schlief. Ich fand Maurice dann zunächst recht schnell in der Küche, in der er neben der Mikrowelle stand und zusah, wie meine Socken gar wurden. Während ich jedoch daraufhin meine Aufmerksamkeit den dampfenden Socken in der Mikrowelle widmete, verließ Maurice unbemerkt das Haus. Maurice war ein unbekümmertes Kerlchen, das den ganzen Tag mit Singen und Tanzen verbringen konnte. Als er glücklich singend eine Straße entlang tänzelte, bemerkte er nicht, dass hoch über ihm ein Raumschiff schwebte, besetzt mit unendlich bösen Kreaturen, die weder Liebe noch Mitgefühl, sondern nur die Befriedigung ihrer Gelüste und Begierden kannten.

So kam es, dass Maurice völlig überrumpelt wurde, als die monströsen Aliens einen diabolischen Verwandlungsstrahl auf ihn abschossen, der ihn äußerlich in ein großes Baguette-Brot verwandelte. Maurice behielt zwar sein Bewusstein, war aber weder zu Handlungen noch zu Wahrnehmungen (bis auf taktile Reize) fähig.

Mir fiel sein Verschwinden erst auf, als ich in meinem Kinderzimmer mit einem Handspiegel schaute wie mir die gebackenen Socken, die ich mir über die Ohren gezogen hatte, standen. Während ich noch glaubte, dass Maurice wieder beabsichtigte, mit mir Verstecken zu spielen, hatten Passanten, die Zeuge des Angriffs der Außerirdischen waren inzwischen einen Notruf abgesetzt. Sie hatten in dieser schrecklichen Situation völlig richtig gehandelt und nicht nicht überstürzt die örtliche Polizei angerufen, sondern sich an die "Liga der außergewöhnlichen Blogger" gewandt. Diese bestand aus Sno*-Man, einem akrobatischen Tausendsassa, der nahezu jede Sportart beherrschte, Lobo-Nilz, einem musikalisch hochbegabten Literatur-Freak und Gunslinger-Nomak, der den Typus eines archaischen Kriegers besaß.

Zwar gingen auf dem Notfall-Telefon in der Zentrale der drei Superhelden auch Anrufe ein, dass ihr Eingreifen nicht nötig sei, weil man ebenfalls Superholp alarmiert habe, einem nahezu mythischen Superwesen, aber das hielt die Blogger nicht ab. Seit jeher schwelte ein unausgesprochener Konkurrenzkampf zwischen den Bloggern und Superholp, auch wenn beide für das Gute kämpften und eigentlich auf einer Seite standen.

Ich war immer noch völlig ahnungslos und schlendert mit den Socken auf den Ohren durch das Haus, während der unglückliche Maurice in akuter Lebensgefahr schwebte. Nicht nur, dass die skrupellosen Aliens ihn als Opfer auserkoren hatten, nein - ein französischer Tourist, kniete, glücklich über seinen Zufallsfund, mit knurrendem Magen neben Maurice nieder.

Doch das kosmische Gleichgewicht schien gewahrt. Während das Leben meines lieben Freundes von zwei Seiten konkret bedroht wurde, nahte auch zweierlei Hilfe:

Superholp und die Liga der außergewöhnlichen Blogger lieferten sich eine nahezu mörderisches Rennen auf dem Weg zum Einsatzort…

To be continued …

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