Gedanken eines Revolvermannes
„Der Mann in schwarz floh in die Wüste und der Revolvermann folgte ihm …“
Übers Bloggen
Eine Frage im letzten Stöckchen war "Warum bloggst Du?" Bei den Millionen an Blogs, die es gibt und den entsprechend Millionen Leuten, die dahinter stecken, gibt es natürlich auch eine große Anzahl von verschiedenen Motivatoren und Gründen.
Ich denke, das ist alles soweit in Ordnung, so lange niemand dadurch geschädigt wird. Was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann, ist der Unmut, Streit oder sogar Rechtsstreit, der teilweise in der Blogosphäre entsteht:
Blogger, die viel lesen kennen sicher Beispiele wie diese:
oder das ewige Hin und Her über Callboy Thorsten und seine Bestreitung des Klageweges
Außerdem die Diskussionen über A-Blogger, Opel-Sponsoring, Notebooks, die Cola-WG…
Mal ehrlich - was soll das? Es gibt beim Bloggen keine Regeln (Gesetzbücher gelten natürlich).
Ich blogge, weil es mir Spaß macht. Und natürlich freue ich mich, wenn ich Resonanz auf meine Beiträge bekomme. Aber das ist nicht mein Hauptgrund, dass ich blogge. Von daher blogge ich auch nicht, indem ist strategisch meine Posts plane und mir eine Zielgruppe aussuche.
Es gibt aber Leute, für die ist das das Allerwichtigste: Berühmtheit, Massen an Besuchern. ABER - wenn ich jemand bin, der ganz viele Besucher auf seiner Seite haben will, dann muss ich etwas dafür tun. Jemanden schlecht machen, weil dessen Blog mehr gelesen wird und man selbst neidisch ist, ist armselig.
Genauso blöd finde ich diese Pseudomoral. Credibility… Natürlich gibt es Leute, die ganz klar ihr Blog für Leser machen, indem sie überlegen, womit sie die Leute unterhalten könnten. Sie schreiben nicht über das, was sie bewegt oder was ihnen widerfahren ist, sondern über das, wovon sie glauben, dass das viele Leute lesen möchten. Ja, und? Wo ist da das Problem? Wo steht denn, dass man das nicht darf?
Genau das gleiche Ding, bei den Leuten, die zu Werbezwecken von Firmen gesponsert werden. Ach, wie aufregend, ach, wie verwerflich, ach, was bin ich empört… Gähn. Was ist denn los mit euch? Was ist daran schlimm?
Viele Leute scheinen eine ganz wichtige Sache nicht zu verstehen:
Nicht nur das Bloggen ist freiwillig und quasi keinen Regeln unterworfen - nein, auch das Lesen ist freiwillig. Und wenn mir irgendein Blog nicht gefällt - dann lese ich ihn halt nicht. (revolutionäre Idee, hm)
So, das musste mal raus. Ich hoffe, ich habe jetzt keinen der streitfreudigen Blogger auf den Plan gerufen, der in mir einen weiteren diskussions- und klagefreudigen Gegner wittert - ich bin es nicht.
Ich blogge nur aus Spaß und nicht, weil ich der Retter der Moral bin.
#1. Ali schrieb am 30.07.2006 um 12:49 Uhr:
01
Häää? Was soll das? Ich kenne weder einen von diesen beiden Bloggern, noch weiß ich was die wollen. Ist mir irgendwie unverständlich.
02
Wie kommt es, dass ich auch davon absolut nichts mitbekommen habe? Komisch, aber genauso lächerlich und bescheuert wie 01. *gähn*
#2. torres schrieb am 30.07.2006 um 21:15 Uhr:
Also, ich finde diese Blogger-mobben-Blogger-Sachen irgendwie lustig, auf eine kranke Art und Weise (wobei mir CT schon ein wenig leid tat... wenn so ein Minderbegabter chronisch vorgeführt wird, hat das immer auch was Trauriges - aus dem Grund ist es auch so schwer, ganze Talkshows zu gucken...). Aber es wäre doch langweilig, wen sich alle immer gut verstehen würden :o)
#3. Nomak schrieb am 30.07.2006 um 21:15 Uhr:
Du sagst es...
#4. Nomak schrieb am 30.07.2006 um 21:25 Uhr:
Hm...ich weiss, was Du meinst. Aber dieses ständige Angezicke, Gedrohe, Beschimpfe...*seufz
Macht das den Betroffenen auch Spaß oder nur denen, die es still und unbeteiligt verfolgen?
#5. nina schrieb am 31.07.2006 um 09:48 Uhr:
sehr schön, nomak. das musste mal gesagt werden!
#6. mq schrieb am 31.07.2006 um 10:25 Uhr:
Interessant finde ich die zumeist nicht gerade weltbewegende Relevanz der Themen, um die gestritten wird. Der Kampagne für einen Automobilhersteller aus Rüsselsheim hat genannte Diskussion aufgrund der gewonnenen Aufmerksamkeit eher genutzt als geschadet.
Die schlimmste Strafe für ein Thema bleibt nach wie vor, es zu ignorieren.
#7. Nomak schrieb am 31.07.2006 um 10:43 Uhr:
*@nina:*
Dankeschön :-)
*@mq:*
"Die schlimmste Strafe für ein Thema bleibt nach wie vor, es zu ignorieren."
Hm - dann habe ich schon ein paarmal zwischendurch die Höchststrafe kassiert...
Recht hast du allerdings.