Gedanken eines Revolvermannes
„Der Mann in schwarz floh in die Wüste und der Revolvermann folgte ihm …“
Abenteuer im Schnee - Folge 2
Der Kampf gegen die Handy-Hexe
Nomak´s Sicht:
Ich fahre einen sogenannten Ziehweg entlang. Ice und Baccardi habe ich schon mal vorfahren lassen, damit ich nicht immer so lange warten muss. Shazzer fährt hinter mir - sie kann schon ganz gut mit mir mithalten und will sicher noch das ein oder andere von mir abschauen. Der Weg ist mörderisch eng: Weicht man nur eine handbreit nach links ab, zerschellt man unweigerlich an den todbringenden scharfen Eiskanten des Berges, kommt man nur wenige Zentimeter nach rechts ab, stürzt man in einen tödlichen, mehrere Kilometer tiefen Abgrund. Ich halte natürlich die Idealspur, obwohl mein Tempo übermenschlich erscheint. Ich überlege gerade, ob ich ein wenig meine Fahrt verlangsamen soll, um die beste Frau der Welt nicht in zu große Gefahr zu bringen als plötzlich und unvermutet eine Hexe vor mir auftaucht. Sie springt mir mitten in den Weg und tut so, als würde sie mit ihrem Handy telefonieren. Natürlich ist mir klar, dass sie das personifizierte Böse ist und normalsterblichen Skifahrern auflauert, um ihnen ihre unschuldigen Seelen zu entreißen. Ich bin aber kein normalsterblicher Skifahrer. Mit meiner außergewöhnlichen Körperbeherrschung gelingt es mir, weder von den Eiskristallen aufgespießt zu werden noch in den höllengleichen Abgrund zu stürzen. Ich fahre der Hexe über ihre Ski, bremse hart, murmele schnell einen Bannzauber, fahre ein Stück rückwärts, mache eine geschmeidige Rolle rückwärts und halte die Hexe solange mit meinem stählernen Blick gefangen, bis die beste Frau der Welt ihren Weg unbehelligt fortsetzen kann…
Shazzer´s Sicht:
Nomak und ich fuhren einen Ziehweg entlang. Ice und Baccardi waren schon mal vorgefahren. Ich blieb hinter Nomak zurück, um ggf. seine Ski aufzusammeln, falls er mal wieder stürzen sollte. Der Weg war leicht und angenehm zu fahren. Es war hier so gut wie nichts los; lediglich eine Frau stand ganz am Rand des Ziehweges und telefonierte. Ich hätte gar nicht weiter auf sie geachtet, wenn Nomak nicht plötzlich angefangen hätte ZickZack zu fahren und mit den Armen verzweifelt nach Gleichgewicht suchend auf die Frau zugeschlingert wäre. Die wirre Fahrt endete dann damit, dass er ihr über die Skier fuhr, kurz zum Stillstand kam, eine leises "Entschuldigung" murmelte und schließlich ein kleines Stück rückwärts rutschte und auf dem Hintern landete. Weil er sich dabei ein wenig schmerzhaft einen Nackenmuskel gezerrt hatte, starrte er die Frau ein paar Momente böse an und setzte seinen Weg leise vor sich hin schimpfend fort. "Blöde Fo*%&…mitten im Weg…hat sie wohl nicht alle….lebensgefährlich…" Das war aber nicht so schlimm, weil die Frau weder seine Kommentare hörte noch überhaupt mitbekommen hatte, dass Nomak sie fast umgefahren hätte, obwohl sie ganz weit am Rand stand…

#1. Ali schrieb am 03.04.2006 um 17:02 Uhr:
"Blöde Fo*%&...mitten im Weg...hat sie wohl nicht alle....lebensgefährlich..."
Supaaaaa! Man, ich brech mir gleich n paar Rippen vor lauter Lachen ;-)
#2. ice schrieb am 04.04.2006 um 00:14 Uhr:
kann shazzer`s sicht nicht teilen, nomak hat alles gegeben und ich habe selten einen mann kennengelernt, der so hart zu sich und seinem körper ist, er schenkt sich nichts und geht immer dorthin, wo es weh tut, man könnte sagen, er ist völlig unsensibel zu sich selbst!wo andere am nacken operiert worden wären, reichte momak ein wenig finalgon-salbe, -der john wayne unter den skifahrern-
#3. Nomak schrieb am 04.04.2006 um 05:06 Uhr:
Jaaaaaaaa.... Danke. Gut, wenn man ein neutraler Zeuge dabei ist...:-)