Gedanken eines Revolvermannes
„Der Mann in schwarz floh in die Wüste und der Revolvermann folgte ihm …“
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Entering the world of der.Grob
Es scheint, als hätte ich zu viel im Blog von der.Grob gelesen:
Ich habe geträumt, ich hätte einen Comic gezeichnet. Die Hauptperson darin war ein kleiner Junge, der immer mit einem schmutzigen Trägerunterhemd herumlief. Sein Name war "gebackene Socken"…!?
Nomak = raus!
Seit heute habe ich es offiziell und schriftlich:
Habe beim Auswahlverfahren am 2. Tag nicht die erforderliche Punktzahl erreicht. Sofern ich mir das erläutern lassen möchte, soll ich bitte einen Termin ausmachen.
Das Schreiben trägt das Datum vom 04. April. Danke, dass ihr einem die Ungewissheit nicht so verfrüht nehmt…
Schade, …
…dass die Blogs aus meiner Blogroll sich um diese Uhrzeit gar nicht verändern…
[edit um 06:30 h] Halt - stimmt nicht ganz. Der gute Nilz ist tatsächlich noch willens und in der Lage mittwochs morgens um 04:48 Uhr zu bloggen (wenn auch keine Zeit mehr für eine Überschrift ist und die bösen Tasten manches Wort verdrehen…;-))
Schlaft gut.
Enttäuschung und Zweifel

Wissen Sie, ich dachte, ich hätte mein Leben im Griff…Doch eines Tages brach plötzlich der Griff ab…Aber wenn oben rot ist, warum ist dann unten links?"
(Groucho, Dylan Dog Nr. 17)
Trotz verstopfter Nase und trockenem Hals bin ich nach dem Spätdienst etwas über eine halbe Stunde durch die einsamen Straßen gelaufen, über die sich bereits die Dämmerung gesenkt hat. Zum Duschen ist es noch zu früh, denn der Schweiss läuft mir in Strömen herunter. Wenigstens kann ich jetzt durch die Nase atmen.
Es ist dunkel. Nur das gedämpfte Licht einer dunkelgrünen Tischlampe und der bläuliche Schein des Computermonitors erhellen den Raum. Auch meine Stimmung ist leicht trüb.
In der vergangenen Woche fand die dritte Runde des Auswahlverfahrens statt (ich habe hier, hier, hier und hier davon berichtet).
Ohne mich.
Eine Absage habe ich nicht erhalten, aber ich wurde auch nicht dazu eingeladen. Tja, das war es dann. Seit Tagen geht es mir immer wieder durch den Kopf. Ich habe es nicht geschafft. Nicht mal in die letzte Runde. Wie verpacke ich das am Besten?
Ich habe mich nicht nur einfach so mal dafür beworben, um es einfach mal zu versuchen.
Vor 14 Jahren habe ich in diesem Beruf angefangen, und schon damals wusste ich, dass ich nach "ganz oben" will. Von Anfang an war das mein Ziel und ich habe alles versucht, um dort hinzukommen. Meine Ausbildung habe ich gehasst. Trotzdem biss ich die Zähne immer wieder zusammen und machte mir mein Ziel bewusst. Es gelang mir die Ausbildung als Klassenbester mit einem "Sehr Gut" zu beenden. Aufgrund dieser guten Note war es mir möglich, mich bereits zweieinhalb Jahre später für ein Studium zu bewerben. Ich bestand das erforderliche Auswahlverfahren und studierte zwei weitere Jahre an einer Fachhochschule. Hier gelang es mir zumindest mit einem "Gut" abzuschließen.
Kurz nach dem Studium, konnte ich mich gegen zwei Mitbewerber vor einer kleinen Auswahlkommission durchsetzen, besuchte einen weiteren Lehrgang und erlangte den Status einer mittleren Führungskraft.
Nach dem Studium war eine Wartezeit von 6 Jahren sowie mindestens ein Jahr in einer anderen Stadt vorgeschrieben. Ich wechselte brav einmal die Stadt und war immer zu Stelle, wenn mal wieder irgendwo personell Not am Mann war. So oft wie ich hat in 6 Jahren wohl kaum jemand die Stelle gewechselt.
Einen ganzen Urlaub habe ich mich mit albernen Aufgaben herumgeplagt, um einen Intelligenztest zu bestehen. Einen anderen Urlaub habe ich nahezu jeden Abend der besten Frau von allen einen sinnlosen Vortrag gehalten, um mich darin zu üben.
14 Jahre kämpfen, 14 Jahre unermüdlich guten Willen und die Bereitschaft zu Sonderaufgaben zeigen. Alles umsonst.
Jahrelang habe ich Sprüche von den Kollegen bekommen, die mich immer schon in der Position eines "hohen Chefs" gesehen haben. Was denken sie jetzt von mir? Sind sie enttäuscht von mir? Sind sie schadenfroh? Sinke ich jetzt im Ansehen meiner Vorgesetzten? Ist meine Familie enttäuscht von mir? Habe ich mir immer selbst etwas vorgemacht? Kann ich viel weniger als ich immer selbst gedacht habe? Wer bin ich - hat das Auswahlverfahren, haben die Psychologen versagt oder bin ich einfach nur ein Straßenköter, der seine höchstmögliche Position bereits erreicht hat?
Ich bin aber unruhig. Ich muss noch über 30 Jahre arbeiten. Ich kann mir nicht vorstellen, die nächsten 30 Jahre einfach auf der Stelle zu stehen. Kein Vorwärtskommen mehr? Keine neuen Aufgaben, keine neue höhere Verantwortung mehr?
Ist das denn wirklich so schlimm? Hier weiss ich, was ich tue. Ich muss meine Arbeitsstelle nicht wechseln, ich kenne die Kollegen alle. Kein Stress. Kein Umzug nötig. Auf der anderen Seite kein höheres Gehalt, keine Spannung, kein Ruhm, keine Ehre - und vor allem das Gefühl, versagt zu haben.
Theoretisch kann ich es noch einmal versuchen. Soll ich das machen?
Hätte ich jetzt das Verfahren bestanden, hätte ich dieses Jahr mit dem Studium begonnen und wäre in zwei Jahren fertig gewesen.
Wenn ich es nächstes Jahr noch einmal versuche und tatsächlich bestehe, muss ich eine neue Art Studium absolvieren, das dann vier Jahre dauert. VIER Jahre. Seufz. Irgendwann hat man keine Lust mehr auf Ausbildung und VIER Jahre können verdammt lang sein, wenn sie von Projektarbeiten, Vorträgen, Klausuren und mündlichen Prüfungen geprägt sind.
Okay. Noch habe ich immer noch nicht schriftlich, dass ich durchgefallen bin. Wenn das soweit ist, muss ich erstmal in Erfahrung bringen, warum die Psychologen mich nicht mochten. Vielleicht hat ein neuer Versuch ja gar keinen Sinn. Manche Charaktereigenschaften ändert man nicht.
So viele Fragen, so viele Ungewissheiten, so viele Zweifel. Wer bin ich?
Nichts Besonderes
Der Alltag plätschert so vor sich hin.Ein weiterer Spätdienst, ein paar Zeichenübungen wie man hier sieht. Morgen noch einmal Spätdienst, dann eine Woche voller Nachtdienste. Dann ist erst mal Pause mit Schichtdienst und ich darf ganz normal von Montag bis Freitag, von 07:00 - 16:00 Uhr arbeiten. Klingt einerseits gut - andererseits heisst das, jeden Morgen früh aufstehen… Uäh…

Normalsterbliche vs Nomak
Normale Menschen
- haben jetzt Wochenende - freuen sich über das Wetter - grillen - schlafen morgen aus - etc
Nomak
- ist noch bis 21 Uhr bei der Arbeit - hofft auf Regen - hat rote juckende Augen, Husten und die Nase zu - muss morgen wieder hier sitzen - etc
Der einen Freitag ist des Revolvermannes Montag

Ein guter Haushalt hat 3 Scanner…
Faut te calmer
Jeden Abend vor dem Zu-Bett-Gehen nahm die Mutter ein Buch und las ihrem kleinen Sohn etwas daraus vor. Nicht viel, immer nur drei oder vier Seiten. Dafür las sie aber auch jeden Satz sehr langsam und fragte, ob er ihn verstehen könne. Manchmal las der kleine Bub auch selbst etwas und versuchte eine Erklärung.So ähnlich muss MEINE FRAU aka die beste Frau der Welt sich seit gestern fühlen. Die beiden Comics aus Frankreich sind nämlich endlich da - und ich muss gestehen, dass das doch eine harte Nummer ist. Aber ich bleibe dran.
Kennt und liest eigentlich außer mir jemand Dylan Dog?
Dies und das - Notizen
Jetzt - ist für mich WE. Habe heute und morgen frei, dann geht der Alltagstrott wieder los.
Gestern war ich zum zweiten Mal zur Probe beim Eskrima. Mir hat das wieder Spaß gemacht. Den Knöcheln und der Nase von Peter aber weniger… Tut mir leid.
Draußen ist super Wetter, meine Eltern wollen, dass ich mit ihnen, meiner Schwester und meinen kleinen Nichten im Garten grille - und ich fühle mich, als hätte ich eine Grippe. Danke, Pollen.
Endlich WE. Ich zeichne und zeichne und würde gerne mal wieder etwas einscannen und dann weiterbearbeiten. Aber nöööö. Der Scanner mag nicht. Zum Glück hat MEINE FRAU aka beste Frau der Welt auch einen Scanner, den sie mir liebevoll ausleiht. Leider hat der Scanner ein Kabel zu wenig …
Kann man eigentlich eine Pizza-Sucht entwickeln? Muss jeden Tag an Pizza denken. Heute sogar schon nach dem Aufstehen. Habe mir vorsichtshalber eben mal vier gekauft und eine rasch gegessen.
Ausbilder gesucht
Burne Hogarth (Tarzan), Hal Foster (Prinz Eisenherz), Jim Aparo (Batman) und Dr Sno*(Träume, Skater)
Will mir nicht einer von euch Unterricht geben?
P.S.
Eigentlich sollten hier ein paar Zeichnungen hin, aber leider geht mein Scanner seit gerade nicht mehr…:-(
Cooler Typ
Maximiliano Arellano hielt in der Universität in Oluca in der nähe von Mexico-City vor Medizinstudenten einen Vortrag über Psychopathologie und die Therapie von Osteoporose.
Sein Vortrag dauerte 40 Minuten, war von beeindruckendem Fachvokabular geprägt und wurde völlig frei, das heisst ohne Manuskript gehalten.
Interessant ist an der Geschichte, dass Maximiliano 6 Jahre alt ist und die erste Klasse einer Grundschule besucht und Reportern gegenüber ganz lässig erklärt, er sei kein Genie, sondern ein ganz normales Kind…
(Gefunden: hier)
P.S.
Pummelchen war pünktlich eine Minute vor Dienstbeginn da… ;-)
Keck!?

Der Chef ist seit letzter Woche im Urlaub und damit ist Nomak Chef im Ring.
Deshalb wandte Kollege Pummelchen sich gestern auch vertrauensvoll an mich:
"Hömma, kann sein, dass ich morgen früh zu spät zur Arbeit komme. Weil - ich geh heute abend auf eine Fete und da kann es ja gut sein, dass ich morgen verschlafe. Nur, dass Du schonmal Bescheid weisst…"
In einer Stunde…
…in der bereits alles verloren schien, alle Hilfsbemühungen kläglich gescheitert waren, betrat ER den Blog des Revolvermannes: Thomas.
Ihr erinnert euch vielleicht an meinen Hilferuf in Sachen Jimbock? (Help wanted)
Da wart ihr ja alle nicht so die Riesenhilfe. Und heute, als ob das alles nichts Besonderes sei, kommt Thomas daher und schreibt ganz gelassen die folgende Antwort:
Der satz stammt aus dem Buch "Mitternachtsspitzen." Kurze Kriminalgeschichten von "Alfred Hitchcock persönlich ausgewählt". Habe das Buch noch irgendwo zu Hause und weiss deshalb auch den eigentlichen Autor gerade nicht. Schaue ich aber noch nach und berichte. Es ist der bedeutungsschwere Schlussatz einer solchen Kurzgeschichte.
Leider habe ich keine Ahnung was ein Jimbock ist oder sein könnte. Die Geschichte gibt da keinen Hinweis.
Was meint ihr? Sollte Thomas dafür belohnt werden? (Endlich kann ich mal wieder eine Umfrage machen…*jubel*)
Eskrima - Das Probetraining
Nachdem meine Gedanken lustig um Eskrima, Systema und Wing Tsun gekreist sind (Nomak,der Infant), habe ich nun kurz entschlossen gehandelt und mein erstes Probetraining im Warriors-Eskrima liegt hinter mir:
Nach 5 Kilometern und ca. 8 Minuten Fahrzeit habe ich mein Ziel erreicht. Einen Parkplatz leider noch nicht. Okay, ich bin sportlich und parke ca. einen halben Kilometer von meinem Ziel entfernt.
Mein Ziel ist ein graues Haus, an dem über einer Hofeinfahrt ein gelbes Schild mit der Aufschrift "Kampfschule" angebracht ist.
Ich gehe durch die Toreinfahrt und gelange auf einen düsteren Hinterhof, in dem wieder gelbe Schilder daraufhin weisen, dass hier Muay Thai und Kickboxen trainiert werden. Hm, ob das alles so richtig ist?
Eine verschlossene Tür. Ich drücke beherzt auf die Klingel. Es summt. Ich öffne die Tür und muss zunächst einem langen L-förmigen Gang folgen, der vor einem zugezogenen Vorhang endet. Ich ziehe den Vorhang beiseite und stehe vor einem Mann im schwarzen T-Shirt. Er ist einen Kopf kleiner als ich, hat unglaublich dunkle Ringe unter den Augen, einen Bauch wie ein Medizinball und sieht Smudo von den Fantastischen Vieren ansonsten verblüffend ähnlich. "Hallo, ich bin der Christian.", sagt er freundlich. "Hi. Ich bin Nomak. Wir hatten gemailt wegen des Probetrainings." "Ah, ja. Prima. Zieh doch schon mal Deine Schuhe aus und geh in die Halle. Die anderen sind noch nicht da." Ich ziehe meine Sportschuhe aus und betrete die Halle. Oh, je. Worauf habe ich mich da eingelassen. Ein großer fensterloser Raum. Er ist komplett mich Matten ausgelegt. In einer Ecke ist ein richtiger Ring aufgebaut wie ich ihn nur aus den Boxkämpfen aus dem Fernsehen kenne.
Ein paar riesige Sandsäcke hängen an Ketten aus dem Boden. Eine Wand ist voller Spiegel. Davor hängen alle möglichen Waffen: Schwerter, Stöcke, Hellebarden, Beile.
Ich setze mich an eine Ecke des Rings und warte ab. [mehr]
