Gedanken eines Revolvermannes
„Der Mann in schwarz floh in die Wüste und der Revolvermann folgte ihm …“
Nomak, der Infant
Nee, so geht das nicht. Der Tag hat einfach zu wenig Stunden. Zumindest zu wenig von den Stunden, die man Freizeit nennt.
Ich möchte gerne Zeit mit MEINER FRAU verbringen, joggen, in meinem Stephen King-Buch lesen, ein bisschen zeichnen, Nachrichten im Internet lesen, bloggen und Blogs lesen, TV gucken, am PC zocken, im Fitness-Studio trainieren… ABER: Von Montag bis Donnerstag habe ich Spätdienst und von Freitag bis Sonntag Nachtdienst. Kann mir mal einer sagen, wie ich das alles machen soll?
Außerdem hat mich mal wieder die Leidenschaft fürs Kämpfen gepackt. Und wer mich ein kennt, der weiß, dass wenn so eine kleine Idee in meinem Hinterkopf begonnen hat zu keimen, sie auf jeden Fall zu ausgewachsenen Riesenpflanzen heranwächst. Mit verdorren ist das meistens nichts.
Und so kreisen meine Gedanken mal wieder…
Kampfkünste habe mich schon als kleinen Jungen fasziniert, aber da mein Vater fürchtete, er würde da einen Bock zum Gärtner machen, wurde es nie etwas aus dem heiß ersehnten Karate-Training.
Erst als Erwachsener trat ich einer Wing Tsun-Schule bei, die ich jedoch nach einem Jahr wieder verließ. Die Prüfung zum ersten Schülergrad hatte ich zwar bestanden, aber da die Trainingszeiten und der Schichtdienst sich nicht gut vertrugen und außerdem ein Bandscheibenvorfall meinen Trainingseifer dämpfte, gefiel mir das Verhältnis zwischen hohem Schulgeld und tatsächlich absolviertem Training nicht.
Tja, und nun ist meine Begeisterung immer noch nicht verblasst, mein Rücken hält sich ganz ordentlich und mit dem Dienst - da muss doch was zu machen sein. Aber wo und was? Von den sog. KampfSPORTarten bin ich ab. Klar, ein Revolvermann will keinen Sport machen, also muss ein Kampsystem her. In der engeren Auswahl sind im Moment Warriors Eskrima, Wing Tsun und Systema. Richtig Lust hätte ich ja ehrlich gesagt auf die Eskrima-Geschichte: Waffenloser Kampf, kämpfen mit einem kurzen Stock, zwei Stöcken, Stock und Messer, Langstock…
Jetzt denkt ihr sicher: Der Nomak, wie süß. Malt Comics und will mit Stöckchen kämpfen. Voll der kleine Junge noch.
Also, wenn ihr das denkt - naja, habt ihr nicht so ganz unrecht. Aber mal ehrlich - Leute, die so richtig und nur vollständig erwachsen sind, sind doch auch langweilig, oder!?
Dieses Lied hier haben die Ärzte extra für mich geschrieben - ganz bestimmt…:-)
Als Kind bin ich in die Bruce Lee Filme gerannt und jetzt hab ich das Geld um im Kung Fu Verein zu sein Als Kind hab ich mir oft die Finger verbrannt jetzt hab ich das Geld, mich mit Asbest zu bekleid'n In meinem Flur steht Käpt'n Kirk, gleich neben Monsterfußpantoffeln unter einem Comicberg, liegt die Formel für Wasserstoff - Ellenlange Diskussionen - ob denn so Erwachsene wohnen - werden sich bei mir nicht lohnen - Ich bitt' euch mich zu verschonen Denn jetzt bin ich endlich gross - und die Hölle bricht los Gut, daß ich erwachsen bin Als Kind da wollt ich immer so wie Batman sein am Tage Playboy und nachts ein Rächer Jetzt treten mir die Playmatea glatt die Türe ein mein lieber Freund und Kupferstecher Ich fahr ein Batmobil schau nur noch Pornofilme, das tut mir nicht weiter weh Ich bau ne Bombe und sprenge Kiel Danach esse ich Fischstäbchen mit Kartoffelpürree Ja jetzt habe ich gut lachen, kann jetzt all die Sachen machen all die schönen mannigfachen, ich lass' es jetzt ordentlich krachen denn jetzt bin ich endlich gross - - und die Hölle bricht los Gut, daß ich erwachsen bin Spiel'n Erwachsene Gitarrensolos? Nö Langeweile liegt mir fern & dafür danke ich dem Herrn Oh Gott du bist grandios Ich musste grad' mal 18 werden Seitdem ist die Hölle los Gut, daß ich erwachsen bin
#1. Ali schrieb am 19.04.2006 um 14:29 Uhr:
Solang du mir keine mit deinen Stücken überbrätst, wenn ich mal wieder in der Nähe sein sollte, ist das genehmigt. ;-)
#2. Nomak schrieb am 20.04.2006 um 09:37 Uhr:
Wie könnte ich? Ts, ts...;-)