Gedanken eines Revolvermannes
„Der Mann in schwarz floh in die Wüste und der Revolvermann folgte ihm …“
Nomak aka Mr Unfähigkeit
Ein paar Wochen sind ins Land gegangen, seit ich aus dem PAC-Verfahren ausgeschieden bin.(siehe Nomak ist raus, Enttäuschung & Zweifel)
Keiner meiner Kollegen konnte verstehen, dass ich bei so einem Verfahren im verhaltensdiagnostischen Teil ausgeschieden bin. Heute durfte ich mir dann bei einem Psychologen ein Gutachten abholen und mir kurz erklären lassen. Ich denke, ein Tritt in den Unterleib wäre angenehmer gewesen…
Seit dem Betreten des Büros von Herrn Dr. Psycho, hatte ich das gute Gefühl, dass der mich überhaupt nicht leiden kann. Verstand ich gar nicht, denn schließlich haben wir uns bis heute nie gesehen und ich war ganz höflich und freundlich. Er fing mit gestrengem Ton an zu erklären, dass ich, wohl die Vorgaben kritisieren könnte, welche Fähigkeiten und Charakterzüge zu bewerten waren/ sind - die Ergebnisse aber seien unumstößliche Tatsachen. Da sollte ich mir gar nicht erst eine verzerrende Brille aufsetzen. So wie es in dem Gutachten stünde, so wäre es eben. Das sei die Realität.
Gut, zu den Ergebnissen. Da war zunächst einmal der Intelligenztest ("Nein, Herr Nomak, das nennen wir Leistungstest. Es wurde ja kein konkreter IQ gemessen.") Mindestens 4 Punkte musste man hier erreichen, um in die nächste Runde zu kommen. 5 war das Beste. "Ja, Herr Nomak, hier haben Sie insgesamt 5 Punkte erreicht, aber nur, weil sie sprachlich weit über dem Durchschnitt lagen, aber im numerischen, mathematischen Teil…also, das war aber ganz schwach..Naja, hier ist das Gesamturteil. Lesen Sie es selbst und wenn Sie Fragen haben sollten…!?"
In Auszügen:
Gruppendiskussion: Magere Beteiligung. Bemerkungen beim 2. Thema weitgehend deplaciert.
Gruppenarbeit: Kann nicht über den Tellerrand schauen. Seine umständliche sprachliche Darstellung wirkt sich tendenziell als Hemmschuh auf den Fortgang des Teamworks aus.
Vortrag: Stärkste Disziplin. Einfache Formulierungen.
Einzelgespräch: Es gelingt ihm nicht, sein sehr schwaches Abschneiden selbstkritisch zu bewerten. Er geht nicht auf die auffallenden Informationsmängel zum aktuellen Zeitgeschehen, den eingeschränkten sozialen Interaktionsspielraum oder die Neigung zu umständlichen Darstellungen ein. Eine ernsthafte Aufstiegsmotivation kann nicht erkannt werden.
Schlussfolgerung: Herr Nomak gibt in keiner der bewerteten Verhaltenskategorien Hinweise auf eine Eignung. Nach dem Einzelinterview muss sogar eine markante Selbstüberschätzung hinsichtlich der sozialen Kompetenz konstatiert werden.
Gesamtergebnis: 1,5 Punkte (1 ist das Schlechteste…)
Bei den ganzen Ohrfeigen und Tiefschlägen, schmerzt am meisten der Satz: Eine ernsthafte Aufstiegsmotivation kann nicht erkannt werden.
Seit 14 Jahren habe ich darauf hin gearbeitet - und die können keine ernsthafe Motivation erkennen?
Mir ist nicht gut…:-(
#1. Ali schrieb am 06.07.2006 um 15:33 Uhr:
Aber du bist sicher, dass die dich nicht verwechselt haben? Kann ich mir wirklich nicht vorstellen, dass du so schlecht abgeschnitten hast...
Hmm.
#2. nilz schrieb am 06.07.2006 um 19:09 Uhr:
nomak, das sind offensichtlich totale wichser. sei froh das du dich nicht die ganze zeit mit denen rumärgern musst, wenn die eignungsprüfung schon so scheisse ist, dann kann es danach ja nr schlimmer werden. die nehmen dann wahrscheinlich täglich stuhlproben und so. auch wenns dich sicher gerade nicht tröstet: sei froh.
#3. Nomak schrieb am 06.07.2006 um 21:23 Uhr:
Danke - lieb von euch.
#4. Raphael M. schrieb am 09.07.2006 um 12:10 Uhr:
Nicht zu fassen Nomak.
Kann man nur den Kopf schütteln.
Tip: steh drüber und bleib auf jeden Fall wie du bist. Das passt dann schon :-)