Gedanken eines Revolvermannes
„Der Mann in schwarz floh in die Wüste und der Revolvermann folgte ihm …“
Familie
Urlaubstagebuch - Dahdazz
Miserables Wetter heute. 13 Grad, Regen.
Mittags gab es leckere Reibekuchen, die so viel Rauch verursacht haben, dass der Rauchmelder ausgelöst wurde. Nachmittags waren wir in Karl´s Erlebnisdorf. War ganz nett. Ich habe endlich mal Wikingerbräu aka Met aka Honigbier getrunken. Jemand der Biermischgetränke mag, findet das natürlich gut.Fröschchen übt prima sprechen; so kam heute endlich ein lupenreines O-Pa aus ihrem Mündchen. Dafür hat sie dann nachmittags ca. 30 Minuten permanent „Dahdazz“ wiederholt, bis sich das wie ein Ohrwurm bei jedem im Hirn festgefressen hatte und jeder sporadisch ein fröhliches Dahdazz von sich gab.
Mein Liegestützen-Test war nicht so der Burner: 25. Egal, vier Projektwochen liegen ja noch vor mir.
Urlaubstagebuch - Höhenangst

Mann, mann, mann … Ich weiss schon, warum ich bisher so selten Kraftausdauer trainiert habe. Kurze brutale Trainingseinheiten sind einfach mehr mein Ding. Aber sei es drum. Ich zieh das weiter durch. Treining heute:
- 15
- 15
- 12
- 12
- 15 (mind. 15 waren zu machen)
Die letzte Wiederholung kann man nur mit viel Wohlwollen zählen, da hat es mich nämlich fast zerrissen. Mache morgen abend mal einen Test und schaue, in welcher Spalte ich in Woche 3 trainieren darf.
Meine Schwiegermutter
Sie ist lieb und großzügig und macht sich stets Gedanken um ihre Lieben. Ich mag sie, und deshalb ist alles, was ich über sie schreibe nicht böse gemeint. Aber sie ist schon so eigen, was bei der aktuellen Nähe ganz besonders deutlich wird, dass man manche Sachen auf Dauer mit einem Augenzwinkern bemerken muss … [mehr]
Urlaubstagebuch - Gammeltag
Das Wetter war heute ziemlich halbseiden, und wir haben nicht viel gemacht. Einen kleinen Spaziergang, ein bisschen an den Strand gegangen. Das Wetter war unfreundlich. Naja, ich lese ja supergerne. Atomics Buch heisst allerdings nicht Generation Tragetasche, sondern „Wenn ich mal groß bin, das Lebensabschnittsbuch für die Generation Umhängetasche“. Ist ein bisschen so wie Generation Golf von Florian Illies. Ganz okay. Zur Vorsicht habe ich mir aber bei Rewe heute noch „Der Knochendieb – Jeder Serienmörder ist ein Sammler“ von Thomas O´Callaghan gekauft.
So, keine Zeit mehr zum Tippen – muss ins Bett und lesen.
Urlaubstagebuch - Frieren am Strand

Habe meine Hausaufgaben nicht vergessen:
- 16
- 13
- 11
- 11
- 15 (mind. 15 waren zu schaffen)
Im Gegensatz zu letztem Mittwoch habe ich nicht wieder versagt, aber es hat mich richtig geschafft. Aber nicht so geschafft wie das anschließende Mittagessen mit Bratwürsten, Knoblauch-Brokkoli und Obstsalat.
Als wir nach dem Mittagessen am Strand waren, ging die Sonne Mittagspause machen. Nach anderthalb Stunden, in denen Shazzer vor allem gefroren hat, traten wir den Rückzug an. Kaum zu Hause regnete es richtig los. Fröschchen hatte heute aber so viel Mut gefasst, dass sie tatsächlich durch den Sand mit nackten Füßen gelaufen ist. Was man mit einer Schaufel machen kann, hat sie heute auch giggelnd herausgefunden – den Eltern Sand in die Ohren und in die Badekleidung schaufeln …
Um wieder Platz fürs Abendessen zu machen (Schwiegervater möchte uns gerne Steaks braten), bin ich noch eine halbe Stunde getrabt und habe Shazzer anschließend dreimal das Treppenhaus hochgetragen.

Höre ja zu Hause wieder fleißig Gabriel Burns. Seit ich das nicht mehr abends vor dem Schlafen mache, sondern im Auto, komme ich auch voran. Habe mir vor dem Urlaub die drei dazugehörigen Bücher, Graue Engel, Verehrung und Kinder gekauft. Ich habe Montag angefangen mit lesen – und bin heute in der Mitte des dritten. Wenn ich das durch habe, bleibt mir nur noch das Buch, das Atomic mir geliehen hat: Generation Tragetasche.
Urlaubstagebuch – 1. Tag
Montag, 18.08.08
- Alle waren schon zwischen acht oder neun Uhr wach. Sachen zum Frühstück hatten wir zum Glück schon.
- Das Wetter war nicht doll. Da passte das ganz gut, dass wir ja eh erst mal einkaufen mussten.
- Shazzer, Fröschchen und ich mussten von viertel nach zwei bis kurz vor fünf erst mal Schlaf nachholen. Anschließend gab es ein wenig Geburtstagskuchen.
- Habe brav meine Liegestützen gemacht : 12, 12, 9, 7 und 12 bei mind. 10.. Anschließend war ich 35 Minuten joggen.
- Abends waren wir alle lecker tschechisch essen, anschließend kam Fröschchen ins Bett und wir haben den Geburtstag in einer Strandbar mit Cocktails etc ausklingen lassen.
Urlaubstagebuch - Die Anreise
Sonntag, 17.08.08
- Schwiegervater und ich starten mit dem Auto um 13 Uhr und sind um 18 Uhr in Warnemünde. Fahrt non-stop. Der E-500 fährt sich herrlich. Ich bin die ganze Zeit gefahren. Klar. Wann hat man schon mal 388 PS unter dem Fuß
- Schwiegermutter, Shazzer und Fröschchen sollten eigentlich um 21.05 Uhr mit dem Flieger in Rostock ankommen. Eigentlich. Aus ungeklärten Gründen flog ihre Maschine aber erst drei Stunden später.
- Obwohl Fröschchen bis 02.00 Uhr wach war (und das ohne Mittagsschlaf, war sie bis in die Nacht topfit und fröhlich
- Nachts mussten wir auch noch ein wenig Sekt trinken, weil Schwiegervater Geburtstag hatte.
Mein liebes Mädchen
Ganz spontan sind Fröschchen und ich eben ins Schwimmbad gefahren. Kein Vergleich zum letzten Mal, als wir hier waren: Ganz fröhlich ließ die kleine Maus sich ihre Schwimmscheiben überziehen und quietschvergnügt kichernd dümpelte sie im Wasser herum. Obwohl wir nicht viel Zeit hatten (waren erst anderthalb Stunden vor Schließung dort), hatten wir beide richtig Spaß.
Zurück zu Hause lief sie zum Küchenschrank, holte sich eine Salzstange, biß einmal ab und lief dann völlig furchtlos zu Chico, der im Wohnzimmer umherwatschelte. Gutmütig aber bestimmt drängte sie ihm den Rest der Salzstange auf, die er ihr auch schließlich artig aus den Fingern nahm, obwohl er keine Lust hatte sie zu essen. Unglaublich, was sie seit der Elternzeit, die ja erst wenige Monate her ist, schon wieder alles gelernt hat. Nicht nur, dass sie völlig selbstbewusst und sicher laufen kann, auch ihr Wortschatz wird immer größer:
- Mama, Mami
- Papa, Papi
- Käse
- Keks
- Haua (für Hallo)
- Datschi (für Chico)
- Dille (für killern, kitzeln)
- Fliege
- Kette
- Schlüchsel (Schlüssel, aber mit viel Wasser im Zahn)
- Beppi (kleiner blauer Hund)
- Bobbi (kleiner braun-weißer Hund)
- Wu-Wu (ihr Teddy)
- Hoppe-Hoppe (für Hoppe, hoppe Reiter)
Was habe ich vergessen, Shazzer?
Tag 52 - Supertag
Alles lief super. Alle Hausarbeit um 10:00 Uhr geschafft. Um 11:00 Uhr bei herrlichem Wetter 45 Minuten gejoggt. Fühlte mich echt super.
Ob mein neues Athame daran schuld ist?
P.S.
Fröschchen hat ihre Schwimmscheibe in der Umkleide in den Abfalleimer geworfen - ob sie mir damit etwas sagen will..?
P.P.S.
Sie hat jetzt aber zum zweiten Mal die Scheiben beim Schwimmen angezogen und dümpelt damit vergnügt im Wasser rum.
Tag 37 - Fortschritte
Es wird fleißig trainiert: Aktueller Schrittrekord liegt bei 17.
Tag 30 - Hochzeit
Shazzer und ich waren endlich mal wieder alleine aus:
Eine Freundin von Shazzer hat kirchlich geheiratet und während Shazzer und ich fröhlich mitgefeiert haben, haben Opa und Oma auf Fröschchen aufgepasst. Das hat sie uns allerdings heimgezahlt:
Wir mussten bei Opa und Oma beide mit Fröschchen gemeinsam in einem Raum schlafen. Als Shazzer und ich nachts dort ankamen, schlief sie noch, wurde durch uns dann aber wach. Brüllen. Sobald ich sie aus dem Bett nahm, war alles gut. Wollte ich sie wieder ins Bett legen - brüllen.
Seufz. Okay, kleine Maus, dann schlaf halt bei uns im Bett.
Zu uns in Bett? Fand sie toll. Aber dort schlafen? Nöö, lieber rumkrabbeln, Mama an den Ohren ziehen, mit dem Finger ins Auge stechen… Ich weiss nicht, wann wir endlich geschlafen haben, aber ich weiss, wann der Terrorfrosch wieder Alarm gab: Um 06:00 Uhr…
Fazit: Ohne Kind mal ausgehen ist super, ohne Kind in einem Raum schlafen noch toller.
Tag 14 - Vatertag oder Gunslinger´s Child
Wessen Tochter ist das wohl - in der linken den Wuwu in der rechten ein Opinel…?

Tag 12 - Langsamer Start
Wecker nicht gestellt, nicht vor dem Frühstück gelaufen. Shazzer und Fröschchen waren auswärts frühstücken und ich habe geschlafen und im Netz gesurftextrem nachgedacht bis mittags.
Dann aber mit F. gegessen, geduscht, Schwimmscheiben bestellt, eingekauft, spazieren gegangen, gespielt, Abendessen mit F. eingenommen, geputzt, Abendessen für Shazzer gemacht.
Notiz: Schwimmbad ermitteln, das nicht teuer, gut für Kleinkinder geeignet und in der Nähe ist. Muss mit F. und den Schwimmscheiben wohl ein wenig Sonderunterricht betreiben.
Tag 11 - Das Wurstmonster
Erkenntnis des Tages: Esse nie etwas Leckeres und versuche gleichzeitig dein Kind mit Babynahrung zu füttern.
Sprich: Der Brei konnte weg, die Debrezciner musste ich teilen.
Notiz:
Schwimmscheiben kaufen und in der Badewanne damit spielen. Beim Babyschwimmen ist Fröschchen die einzige, die davor Angst hat und nicht damit schwimmen will.
Tag 7 - Autotag
Der Morgen lief ähnlich wie die vorangegangenen, nur dass Fröschchen und ich heute von halb zehn bis elf "Breakfast Club" hatten.
Mittags bin ich zu Ice Angel, dem God of Carcleaning, gefahren und wir haben mein neues Auto mal so richtig verwöhnt.
Btw: Wer kann mir sagen, wo ich heute noch Coca-Cola in der Dose kaufen kann?
Taufe, Geburtstag und Elternzeit
Was für eine Woche.
Am vergangenen Sonntag wurde unser Fröschchen getauft, am Dienstag hatte sie Geburtstag und gleichzeitig war diese Woche der Beginn meiner Elternzeit.
Während der Taufsonntag noch recht glatt über die Bühne ging, hat mich pünktlich zu Fröschchens erstem Geburtstag ein kurzer Magen- Darmvirus erwischt. So musste Shazzer ganz alleine den Großeinkauf und die ganzen Arbeiten erledigen; die Feier, die von nachmittags bis abends um zehn ging war ganz nett, auch wenn ich sie blaß, schwitzend und mit diversen Schwächeanfällen erlebte.
Ab Montag habe ich versucht, mich in neue Rolle als Hausmann einzufinden, was aufgrund der Feierlichkeiten, meiner Krankheit und dem Umstand, dass Shazzer noch frei hatte, noch nicht so richtig geklappt hat.
Ich mache mir natürlich selbst wieder Stress, weil ich versuche, der Mustermann aus dem Bilderbuch zu sein und gleichzeitig den Kalender im Hinterkopf habe, in dem der 27. April rot angestrichen ist = Eskirma-Prüfung, Level II. In dem ganzen Stress versuche ich also außerdem möglichst viele Trainingstermine wahrzunehmen, um die Prüfung nicht zu vergeigen.
Dem Stressfaktor setzte der heutige Kinderarztbesuch die Krone auf, als ich Fröschchen festhalten musste, während die Ärztin ihr Blut aus dem Händchen entnahm. Nur Eltern können nachvollziehen, warum die Kleine eine halbe Stunde später wieder topfit war, während ich reif für eine Kur war und sicher heute nacht davon träume…
Egal. Alles wird gut. Ich werde meine Prüfung bestehen, nächste Woche werde ich schon ein wenig routinierter meiner neuen Tätigkeit nachgehen, Taufe ist nur einmal und beim nächsten Geburtstag werde ich gesund sein.
