Gedanken eines Revolvermannes
„Der Mann in schwarz floh in die Wüste und der Revolvermann folgte ihm …“
Familie
Vogelkacke
Auf dem Weg vom Kindergarten nach Hause.
Fröschchen. Zuerst angeekelt, dann bewundernd. „Uäh. Kuck mal - Vogelkacke. Boah, hoho. Der hat aber ganz schön einen weggeflext!"
Jungsalarm
Früher oder später müssen Väter gut auf ihre Töchter aufpassen. Bei uns wohl früher …
„Papa, der Jost hat mich heute geküsst. Der ist schon fünf.“
„Geküsst? Oh. Wohin den?“
„Na, auf die Lippen. Ganz oft …“ Zufriedenes Lächeln.
„Aha. Und warum hat er das gemacht?“
„Na, weil er das wollte. Und ich auch.“
Kinderfragen
Fröschchen: „Papa, pupst der St. Martin eigentlich auch, wenn der bei sich zu Hause ist?“
Lange Geschichte
Kinderantworten
Fröschchen, 4 Jahre: „Das kann ich dir jetzt nicht erklären. Ist ´ne lange Geschichte."
Ermahnung für Papa
Urlaub in Südfrankreich. Schönes Wetter. Eigener Pool.Ich spritze Fröschchen mit Wasser nass. Echt kalt. Eine Weile lässt sie es sich gefallen. Dann ist Schluss: Mit strenger Stimme sagt sie:
„Jetzt reicht es aber - Kollege!“
Wasser-Mutation
Was Wasser so alles kann …
Morgens. Ich wasche mein Gesicht gründlich mit kaltem Wasser, um irgendwie wach zu werden. Nass tauche ich aus dem Waschbecken wieder auf. Fröschchen hat mir interessiert zugesehen.
„Och. Papa, jetzt siehst du aus wie ein Mädchen …“
Männer im Haus
Wenn man Fröschchen zuhört, scheinen hier noch andere Männer als Papa im Haus zu sein, nämlich:
- Mann - genet (an der Kühlschranktür)
- Mann - genesium (in Papas Getränk)
Joggen zu zweit
Gestern hat Fröschchen mich zum ersten Mal auf einer Joggingrunde begleitet. 4,84 Kilometer. Hat Riesenspaß gemacht, die kleine Maus auf ihrem Rädchen dabei zu haben.
Kinderspiele
Fröschchen wollte mit uns spielen. Sie hatte sich folgendes Spiel ausgedacht: Jeder bekam einen neuen Namen und durfte nur noch damit angesprochen werden …
Die Namen hat sie sich selbst überlegt, und ich finde bemerkenswert, was sie bereits für eine Menschenkenntnis hat, denn jeder bekam wirklich einen Namen, der perfekt zu ihm passt:
Sich selbst nannte sie kleiner Wutz.
Vögelchen wurde Tupperdose genannt.
Ihre Mutter durfte nur noch mitAdventskalender angesprochen werden.
Tja, jeder bekommt, was er verdient … Ich wurde natürlich nur noch mit eure Hoheit angesprochen … *g*
Jahresurlaub
„Urlaub ist die Zeit, die ein arbeitsfähiger Arbeitnehmer, Beamter oder auch Selbstständiger von seinem Arbeitsplatz berechtigt fernbleibt, obwohl nach Tages- und Wochenzeit eigentlich Arbeitsleistungen zu erbringen wären…“
Tatsächlich. In der Definition steht nichts von Erholung, terminfreier Zeit, Stresslosigkeit.
Tja. Ich habe Urlaub. Meinen Jahresurlaub. Drei Wochen frei. Was bedeutet das diesmal? Wir sind zu Hause. Wir stehen Mo-Fr um 07:00 Uhr auf, weil Fröschchen in den Kindergarten geht. Mittwochs und Freitags hat Fröschchen Turnen. Außerdem ist der Garten zu machen, der Keller aufzuräumen, das Kinderzimmer zu messen und neu einzurichten, diverse private Einladungen müssen befolgt und ausgesprochen werden … Puh. Naja, aber es ist Urlaub. Sagt zumindest die Definition …
Froschgesänge
Bei ihren diversen Liedern improvisiert Fröschchen schon ganz kreativ …
Finger- und Handspiel
Der Originaltext geht so:
Steigt ein Bübchen auf den Baum, steigt so hoch, man sieht es kaum, hüpft von Ast zu Ästchen, fällt ins Vogelnestchen, Ei da lacht es, Ei da kracht es, plumps da fällt es runter.
Und wird von Fröschchen morbide ergänzt: „… und bleibt tot liehiegen …“
Ein Männlein steht im Walde
Den Originaltext kennt wahrscheinlich jeder. Bei Fröschchen klingt es zwischendurch wie folgt:
„… mit dem roten Popo und dem Mäntelein …“
Froschquaken
Unglaublich, was dieser kleine Frosch mit seinen dreieinhalb Jahren so von sich gibt:
Gestern auf einer Hochzeitsfeier. Die Kellnerin fragt Fröschchen, was sie denn zu trinken wolle.
Antwort: „Apfelschorle bitte!“ Dann, bedauernd: „Alkohol darf ich ja noch nicht!“Später fragt sie mich, ob sie mal einen Schluck von meinem Latte Macchiato probieren darf. Ich gestatte es ihr, und sofort ruft sie ihrer Mama zu: „Maaama! Ich habe gerade Kaffee getrunken – MIT KOFFEIN!!!“
Abends unterhalten wir uns beim Zähneputzen. Unhöflicherweise verwende ich unabsichtlich das Wort „Scheisse“. Tadelnd schaut der kleine Frosch mich an und zählt auf: „Scheisse darf man nicht sagen und Kacke auch nicht. Und auch nicht Arschloch und Doofmann!“
Das lange Warten hat ein Ende ...
… denn Fröschchens kleine Schwester ist ENDLICH da.
Am Dienstag, 17.08.2010, um 18:30 Uhr ist der kleine Mensch in unserem Badezimmer zur Welt gekommen. Schnell und schmerzlos. Naja, Shazzer sieht das ein wenig anders, aber beide sind wohlauf und unverletzt.
54 cm klein, 4200 g dick und für die Frauen: Der Kopf maß 35 cm.
Unglaublich, dass unser kleiner Frosch jetzt die große Schwester ist …
Der Lebkuchenmann
In Ägypten habe ich Fröschchen jeden Abend aus einem Buch vorgelesen. Eine Geschichte heißt „Der Lebkuchenmann“. Sie handelt davon, dass ein altes Ehepaar keine Kinder bekommen kann. Sie backen sich deshalb einen Lebkuchenmann, der tatsächlich lebendig wird, als er aus dem Backofen kommt. Fröschchen kannte bis dato keinen Lebkuchen, aber die Geschichte hatte ihr gefallen ……Papa, liest du nachher noch mal diese Geschichte vor!?“
„Welche denn?„
„Hm … äh … die mit dem gekochten Bär!“
Vatertag
Wenn Vatertag ist, und die Familie ignoriert dies – ist man dann ein schlechter Vater?