Gedanken eines Revolvermannes
„Der Mann in schwarz floh in die Wüste und der Revolvermann folgte ihm …“
Alltag
Der einen Freitag ist des Revolvermannes Montag

Ein guter Haushalt hat 3 Scanner…
Dies und das - Notizen
Jetzt - ist für mich WE. Habe heute und morgen frei, dann geht der Alltagstrott wieder los.
Gestern war ich zum zweiten Mal zur Probe beim Eskrima. Mir hat das wieder Spaß gemacht. Den Knöcheln und der Nase von Peter aber weniger… Tut mir leid.
Draußen ist super Wetter, meine Eltern wollen, dass ich mit ihnen, meiner Schwester und meinen kleinen Nichten im Garten grille - und ich fühle mich, als hätte ich eine Grippe. Danke, Pollen.
Endlich WE. Ich zeichne und zeichne und würde gerne mal wieder etwas einscannen und dann weiterbearbeiten. Aber nöööö. Der Scanner mag nicht. Zum Glück hat MEINE FRAU aka beste Frau der Welt auch einen Scanner, den sie mir liebevoll ausleiht. Leider hat der Scanner ein Kabel zu wenig …
Kann man eigentlich eine Pizza-Sucht entwickeln? Muss jeden Tag an Pizza denken. Heute sogar schon nach dem Aufstehen. Habe mir vorsichtshalber eben mal vier gekauft und eine rasch gegessen.
Heuschnupfen rules

Es ist 03:35 Uhr. In ca. einer Stunde geht mein Wecker, weil heute der erste von sieben Frühdiensten ist. Ganz sicher ohne mich.
Habe ganz tapfer ein paar Tage möglichst auf tierisches Eiweiss verzichtet und außerdem brav jeden Tag eine Cetirizin genommen. Ganz artig bin ich gestern abend um 21:30 Uhr (was für eine Zeit, hm!?) ins Bett gegangen und auch rasch eingeschlafen - um dann um 23:20 Uhr wieder zu erwachen, weil ich nicht mehr atmen konnte. Tja, und seitdem versuche ich meinen Körper wieder aus dem roten Bereich zu bekommen. Mir taten vorhin sogar die Beine und die Leiste weh und ich habe eine Schwellung unter dem linken Auge als hätte ich statt Chris Byrd gegen Wladimir Klitschko geboxt. Wenn ich wenigstens verstehen würde, woher diese heftige Reaktion kommt - ich war nämlich heute gar nicht draußen!!!
Okay, der Versuch meine Ernährung in den Heuschnupfen-Monaten umzustellen ist hiermit abgeschlossen. Ich denke, ich kann dann ruhig wieder normal essen - schlimmer als jetzt kann es nicht mehr werden…:-(
Werde jetzt mal eine Pollenkur versuchen. Kennt das einer von euch?
Hatschi!
Heute nacht hat der Heuschnupfen mich wieder voll erwischt. Ab ca. 02:00 Uhr lief meine Nase derart, dass ich ein kleines Hallenbad hätte füllen können. Niesattacken kamen so häufig, dass "Gesundheit" das meist gesprochene Wort im Büro war.
Ich habe dann mal wieder im Internet gelesen und gelesen und stieß immer wieder auf die Aussage, dass Allergiker möglichst auf tierisches Eiweiss verzichten sollten. Diverse Leute berichten, dass sie jahrelang bösartigsten Heuschnupfen hatten, weder Medikamente noch Therapien geholfen und sie aufgrund einer Ernährungsumstellung völlig vom Heuschnupfen befreit seien.
Cool, denke ich. Das mache ich auch. Äh… Moment mal. Dann darf ich jetzt kein Fleisch, Fisch, Käse, Milch, Joghurt, Eier… Super.
Nachtdienste

Zur Zeit ist meine Nachtdienstwoche. Das sind so Tage, an denen passiert nicht allzu viel.
Gut, es gibt Ausnahmen, so wie gestern, an denen einem so ganz beiläufig der Sinn des Lebens klar wird, aber ansonsten sind die Tage nicht mehr als so:
Teil I:
Der Beginn. Eignet sich wohl hauptsächlich für Psychos und Revolvermänner…;-)
Teil II:
a) Erhaltung der körperlichen und geistigen Gesundheit (bitte nicht kommentieren…;-) )

b) Comic-Training für meine geschätzten Blog-Besucher

Bad Vibrations
Oh, ja - endlich Wochenende. Zumindest für mich. Das heisst, die schmerzgeldwürdigen Frühdienste sind vorüber. Andere ziehen Frühdienste den Nachtdiensten vor, aber ich gerne nicht gerne so früh zu Bett. So kommt es, dass ich morgens um 05:00 Uhr, wenn der Wecker klingelt, oft nicht mehr als drei Stunden geschlafen habe; und dann geht es mir so richtig schlecht.
Apropos schlecht.
Pech. Zufall. Glück.
Müsste so etwas nicht gleichmäßig über einen Tag verteilt sein? Wie kommt es, dass es Tage gibt, an denen man am besten morgens im Bett geblieben wäre? Wieso geht manchmal einfach alles schief, was man angeht? Gibt es so etwas wie "bad vibrations"?
Ich willl hier mal, ganz fiktiv natürlich, den Tag eines sehr lieben Menschen schildern, wie er vor zwei Tagen hätte sein können… Aus literarischen Gründen wird im Text die 2. Person Singular benutzt. "Du stehst fröhlich morgens auf, denn es ist Samstag und du hast frei. Du beschließt, es dir noch ein wenig auf dem Sofa gemütlich zu machen. Um wach zu werden, nimmst du dir einen schönen Kaffee mit und versüßt ihn dir auf dem Sofa mit ein wenig Nuss-Aroma. Leider ergießt sich der größte Teil des Nuss-Sirups über die Sofa-Decke… Ein wenig später, immer noch recht fröhlich und motiviert, den freien Tag nicht ungenutzt verstreichen zu lassen, fährst du für ein paar lästige aber notwendige Besorgungen in ein Geschäft. An der Kasse stellst du fest, dass dein Portemonnaie es vorgezogen hat, noch ein wenig zu Hause zu bleiben.
Die Zähne zusammenbeissend fährst du nach Hause und holst das Portemonnaie. Als du das Geschäft erneut erreichst, entscheidest du dich ganz nah am Eingang zu parken, denn ein paar der Einkäufe sind recht schwer und sperrig. Da kein vernünftiger Parkplatz frei ist, stellst du dich auf eine Art Fußgängerdurchgang auf dem Kundenparkplatz. Du wirst ja schnell wieder da sein. Der Wagen wird hier ja nicht lange stehen.
Du kaufst schnell ein und verstaust schnell alles, was du hast, im Kofferraum. Alles.
Auch den Autoschlüssel.
Nachdem du dich aus der Erstarrung gelöst hast, stellst du fest, dass dein Auto komplett verschlossen ist. Dein Autoschlüssel befindet sich im Kofferraum, das Portemonnaie liegt gut sichtbar auf der Hutablage.
Ein freundlicher Mensch leiht dir sein Handy. In einer Stunde wirst du abgeholt. Dann geht es nach Hause, wo der Zweitschlüssel des PKW in einem Karton im Keller liegen müsste.
Eine Stunde vergeht nicht so schnell, wenn einen jeder zweite anranzt "wie man so bescheuert parken kann." Irgendwann ist die Rettung da und es geht nach Hause. Das muss jetzt schnell gehen, denn der Wagen soll ja rasch da weg. Das offen sichtbare Portemonnaie verursacht ein doppelt so ungutes Gefühl. Leider ist der Keller groß und die Anzahl der dort befindlichen Kartons ebenso. Nach einer Stunde verzweifelten Suchens gibst du auf und rufst einen Abschleppdienst. Dass dein bevorzugter Abschlepper nicht im Telefonbuch steht, und der Laptop, statt Auskunft zu geben, erst einmal böse abstürzt, ist eigentlich schon klar.
Dann klappt es aber. Der Wagen ist nicht aufgebrochen, und nach 30 Minuten ist der Abschlepper da und öffnet den Wagen.
Du begibst dich schnell nach Hause, hast aber noch nicht begriffen, dass du da auch ganz ruhig bleiben solltest.
Du denkst, dass du dir zur Entschädigung einen kleinen Leckerbissen in deinem bevorzugten Bistro verdienst hast. Entschlossen begibst du dich dorthin, um freundlich aber entschieden mitgeteilt zu bekommen, dass die Küche an diesem Tag erst in drei Stunden öffnet…
German Psycho
Kennt jemand die Szene aus "American Psycho", in der das Trainings- und Pflegeprogramm des Protagonisten gezeigt wird? Neben einem harten Körpertraining und einem "strengen Diätplan" widmet sich Patrick Bateman (Christian Bale) sehr ausführlich seiner Körperpflege. Gesichtswasser, Peelings, Masken, Lotionen, Kühlpads etc gehören zu seinem ganz normalen Pflegeprogramm.
Total übertrieben und unrealistisch - ein Film halt. Wirklich?
Nun, nehmen wir uns mal ganz fiktiv einen etwas über dreißig Jahre alten Revolvermann und stellen uns folgendes vor:
Er steht morgens auf, macht sich einen Kaffee und setzt sich zunächst vor seinen PC. Er checkt Mails und schaut, was in der Welt so geschieht. Nach etwas über einer halben Stunde ist er mehr oder wenig wach. Er zieht Sportsachen an und geht joggen.
Anschließend geht er duschen. Unter der Dusche putzt er seine Zähne. Für sein Gesicht benutzt er ein Waschgel das für eine "intensive Reinigung der Gesichtshaut" sorgt. Ein Duschgel, "angereichert mit Minzextrakten", "pflegt seine Haut und gibt ihm ein Gefühl von Frische und neuer Energie".
Nach der Dusche rasiert er sich mit einem scharfen Nassrasierer und greift zu einer Rasiercreme, die "für eine gründliche, aber sanfte Rasur" sorgt. Nach der Rasur wird ein Fluid aufgetragen. "Vitalisiert und pflegt die Haut. Zieht schnell ein. Spendet Feuchtigkeit." Nun wird ein Deodorant-Stick angewendet; "er pflegt die Haut und gibt ein natürlich-frisches Gefühl den ganzen Tag - mit männlich-frischem Duft".
Die vom Duschen leicht trockene Haut wird mit einer Bodylotion gepflegt, "die sensible Haut mit Feuchtigkeit versorgt".
Nun kommt ins Gesicht noch etwas Gel-Creme; "die reduziert den Hautglanz und versorgt die Haut nachhaltig mit Feuchtigkeit".
Nun zieht unser Revolvermann frische Sachen an, verpasst sich noch zwei Spritzer eines männlich-markanten Parfumes und genießt einen fettarmen Joghurt mit etwas Obst. Dazu gibt es Kaffee und viel Wasser.
Das ganze braucht seine Zeit, kostet und mag übertrieben wirken.
Aber ich denke, unser fiktiver Held fühlt sich richtig gut, wenn er so in den Tag startet…;-)
06:41 Uhr…
…und seit über zwei Stunden wach, seit über einer Stunde bei der Arbeit. Seufz.
Hat jemand Mitleid?
Ein Bibliophiler packt…
… seinen Koffer.
Und in seinen Koffer packt er:
- The Walking Dead (heute gebracht worden) - Necroscope - Das Erwachen (Empfehlung von der.Grob) - Der Vampir (Tom Holland) - Das Erbe des Vampirs (Tom Holland) - Die Botschaft des Vampirs (Tom Holland) - Der Schlund (Peter Straub) - Haus der blinden Fenster (Peter Straub) - Blut und Gold (Anne Rice)
Ich denke, ich habe soweit alles, oder?
Lecker
Boah, lecker!Noch habe ich keinen After-Nachtdienst-Gehirn-noch-auf-Standby-Blödsinn gemacht.Bis auf das Frühstück vielleicht. Kranke Schöne Kombination, oder?
Ingwer. Hm… Habe ich als kleiner Junge bei meiner Omi kennengelernt.
Das Schöne war und ist, dass ich diese Tüten immer ganz alleine aufessen konnte, weil außer mir kaum einer Gefallen daran findet. Die meisten, die kandierten Ingwer mal bei mir probiert haben, reagierten alle mit "Bäh, schmeckt wie Seife." Super, habe ich ein Glück.
Naja, gut. Die beste aller Frauen beginnt langsam auch Ingwer zu genießen, aber da gibt man ja gerne ab :-)
P.S.
Serendipity und Backup sind immer noch nicht ganz aus meinem Kopf heraus…
Schlaflos in Düsseldorf
Au, mann…
Frühdienste sind schrecklich. Ich mag das einfach nicht, schon um 04:30 Uhr aufzustehen. Wenn der Wecker dann klingelt, fühle ich mich immer wie frisch verprügelt. Anschließend habe ich permanent ein Brennen hinter den Augen, bis ich mich nach der Arbeit zu einem erholsamen Mittagsschlaf zur Ruhe legen kann.Das Problem hat mein Körper jetzt wohl mal auf ganz eigene Weise zu lösen versucht: "Was, Du willst nicht um halb fünf vom Wecker aus dem Schlaf gerissen werden? Kein Problem. " Seufz.
Bin brav um halb elf im Bett gewesen, rasch eingeschlafen - und nun seit viertel nach eins wach.
Bin in Gedanken alles durchgegangen, was mich so beschäftigen könnte, habe autogenes Training gemacht und zwei Entspannungs-CDs gehört. Bin auch sehr entspannt - aber wach.
Okay, um kurz vor vier habe ich die Nerven verloren. So kann ich wenigstens noch in Ruhe ein paar Nachrichten lesen, ein wenig frühstücken und zum ersten Mal MC Winkels "Strikin Tuesday" hören.
Tag der Niederlagen
Wie heisst es so schön: Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man.
Gestern war der Tag des Verlierens für mich.
Im Frühdienst-Turn, den ich ja bekanntermaßen hasse, nehme ich normalerweise die beiden ersten Tage (Mittwoch und Donnerstag) frei.
Diesmal konnte ich jedoch Donnerstag nicht frei machen, weil Kollege Pummelchen sich den Tag diesmal reserviert hatte. Ich hatte dann natürlich diese traumhafte Nacht und kam wunderbar frisch und ausgeschlafen (siehe Blogeintrag von gestern) zum Dienst.
Es ist kaum beschreibbar, welche Freude ich deshalb empfand als Kollege Pummelchen auch im Dienst erschien. "Was? Ich habe frei? Naja, ist nicht schlimm. Jetzt bin ich halt hier." Grrr.
Nach dem Dienst hatte ich ja den Hinrichtungstermin. Gemeinsam mit zwei anderen Kollegen durften wir uns vor die beiden höchsten Chefs setzen und uns für einen Tag vor einem Jahr rechtfertigen. Ein Chef war so wie man ihn kennt; der andere jedoch zeigte mimisch und verbal permanent blanken Hass uns gegenüber.
Ich bin meiner ursprünglich geplanten Taktik treu geblieben, habe die Zähne zusammengebissen und mich verbal 40 Minuten lang ohrfeigen lassen.
Anschließend bin ich kurz zur Bank. KURZ - hatte ich geplant. Nicht an diesem Tag. Kleine Formalitäten liegen wie große Steine in meinem Weg. Details sind egal.
Anschließend war ich tatsächlich noch laufen und obwohl es erst früher Abend war, ging der Tag für mich zu Ende. Vorher musste ich allerdings noch zweimal wütend gegen den Geyser schlagen den Geyser reparieren, da dieser jedesmal aufhörte warmes Wasser zu spendieren, sobald die beste aller Frauen unter der Dusche stand.
Um 20:30 Uhr versank ich in Bewußtlosigkeit und dieser schwule verfickte Dreckstag Donnerstag war endlich vorbei.
