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Bad Vibrations

Oh, ja - endlich Wochenende. Zumindest für mich. Das heisst, die schmerzgeldwürdigen Frühdienste sind vorüber. Andere ziehen Frühdienste den Nachtdiensten vor, aber ich gerne nicht gerne so früh zu Bett. So kommt es, dass ich morgens um 05:00 Uhr, wenn der Wecker klingelt, oft nicht mehr als drei Stunden geschlafen habe; und dann geht es mir so richtig schlecht.

Apropos schlecht.

Pech. Zufall. Glück.

Müsste so etwas nicht gleichmäßig über einen Tag verteilt sein? Wie kommt es, dass es Tage gibt, an denen man am besten morgens im Bett geblieben wäre? Wieso geht manchmal einfach alles schief, was man angeht? Gibt es so etwas wie "bad vibrations"?

Ich willl hier mal, ganz fiktiv natürlich, den Tag eines sehr lieben Menschen schildern, wie er vor zwei Tagen hätte sein können… Aus literarischen Gründen wird im Text die 2. Person Singular benutzt. "Du stehst fröhlich morgens auf, denn es ist Samstag und du hast frei. Du beschließt, es dir noch ein wenig auf dem Sofa gemütlich zu machen. Um wach zu werden, nimmst du dir einen schönen Kaffee mit und versüßt ihn dir auf dem Sofa mit ein wenig Nuss-Aroma. Leider ergießt sich der größte Teil des Nuss-Sirups über die Sofa-Decke… Ein wenig später, immer noch recht fröhlich und motiviert, den freien Tag nicht ungenutzt verstreichen zu lassen, fährst du für ein paar lästige aber notwendige Besorgungen in ein Geschäft. An der Kasse stellst du fest, dass dein Portemonnaie es vorgezogen hat, noch ein wenig zu Hause zu bleiben.

Die Zähne zusammenbeissend fährst du nach Hause und holst das Portemonnaie. Als du das Geschäft erneut erreichst, entscheidest du dich ganz nah am Eingang zu parken, denn ein paar der Einkäufe sind recht schwer und sperrig. Da kein vernünftiger Parkplatz frei ist, stellst du dich auf eine Art Fußgängerdurchgang auf dem Kundenparkplatz. Du wirst ja schnell wieder da sein. Der Wagen wird hier ja nicht lange stehen.

Du kaufst schnell ein und verstaust schnell alles, was du hast, im Kofferraum. Alles.

Auch den Autoschlüssel.

Nachdem du dich aus der Erstarrung gelöst hast, stellst du fest, dass dein Auto komplett verschlossen ist. Dein Autoschlüssel befindet sich im Kofferraum, das Portemonnaie liegt gut sichtbar auf der Hutablage.

Ein freundlicher Mensch leiht dir sein Handy. In einer Stunde wirst du abgeholt. Dann geht es nach Hause, wo der Zweitschlüssel des PKW in einem Karton im Keller liegen müsste.

Eine Stunde vergeht nicht so schnell, wenn einen jeder zweite anranzt "wie man so bescheuert parken kann." Irgendwann ist die Rettung da und es geht nach Hause. Das muss jetzt schnell gehen, denn der Wagen soll ja rasch da weg. Das offen sichtbare Portemonnaie verursacht ein doppelt so ungutes Gefühl. Leider ist der Keller groß und die Anzahl der dort befindlichen Kartons ebenso. Nach einer Stunde verzweifelten Suchens gibst du auf und rufst einen Abschleppdienst. Dass dein bevorzugter Abschlepper nicht im Telefonbuch steht, und der Laptop, statt Auskunft zu geben, erst einmal böse abstürzt, ist eigentlich schon klar.

Dann klappt es aber. Der Wagen ist nicht aufgebrochen, und nach 30 Minuten ist der Abschlepper da und öffnet den Wagen.

Du begibst dich schnell nach Hause, hast aber noch nicht begriffen, dass du da auch ganz ruhig bleiben solltest.

Du denkst, dass du dir zur Entschädigung einen kleinen Leckerbissen in deinem bevorzugten Bistro verdienst hast. Entschlossen begibst du dich dorthin, um freundlich aber entschieden mitgeteilt zu bekommen, dass die Küche an diesem Tag erst in drei Stunden öffnet…

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